Natur & Aktivitäten
Pašman und Ugljan sind keine Inseln der grossen Höhen oder der Extremsportarten. Hier erobert man die Natur nicht - man nimmt sie an. Wege führen euch durch Olivenhaine und Pinienwald, das Meer ruft nach Kajak oder SUP, und der beste Plan ist der, der unterwegs entsteht.
Land - geh dorthin, wohin dich Füsse und Räder tragen
Hier müsst ihr keine grossen Pläne machen. Morgens tretet ihr einfach vor die Tür und wählt eine Richtung. Ein Pfad durch die Pinien führt euch zu einer stillen Bucht. Ein heller Schotterweg zwischen Trockensteinmauern und Olivenhainen führt euch sanft bergauf, bis sich das Meer auf beiden Seiten öffnet. Wenn ihr ein wenig mehr wollt, steigt auf den Bokolj, den höchsten Gipfel Pašmans. Er misst nur 274 Meter, aber von oben wirkt alles weitläufig: Inseln, Kanäle, das Licht und diese alte dalmatinische Stille, die nichts vom Menschen verlangt. Wenn ihr den Tag lieber auf zwei Rädern verbringt, zeigen sich die Inseln auch hier von ihrer sanften Seite. Fahrt über Pašman, überquert die Brücke bei Ždrelac, fahrt weiter nach Ugljan und dreht eine Runde von etwa 46 Kilometern - ohne euch ein einziges Mal beeilen zu müssen. Es findet sich immer ein Aussichtspunkt, an dem man innehalten möchte, ein Platz zum Ausruhen und ein guter Grund, nur kurz vom Rad zu steigen und dann doch länger zu bleiben. Und wenn euch alte Steinmauern rufen, hört auf sie. Steigt zum Pustograd hinauf, schaut zur Festung St. Michael hinüber, oder lasst den Blick auf Ćokovac und den kleinen, stillen Welten ruhen, die über den Kanal verstreut liegen. Hier wird selbst ein gewöhnlicher Spaziergang irgendwie zum wichtigsten Teil des Tages.
Meer - und dann überlass den Rest des Tages der Adria
Wenn die Sonne wärmer wird, wisst ihr ohnehin, was zu tun ist. Es zieht euch ans Meer. Nicht, weil es euch jemand gesagt hat, sondern weil auf Pašman der Tag ganz natürlich diesen Lauf nimmt. Ihr steigt vor dem Mittagessen ins klare Wasser, oder nach dem Kaffee, oder am frühen Abend, wenn das Licht weicher wird. Ihr lasst euch ein wenig treiben. Ihr schwimmt zu den Felsen. Ihr schaut durch das Wasser auf den Grund und seht Steine, Licht, kleine Fische und den eigenen Schatten, der sich langsam mit der Oberfläche bewegt. Wenn ihr möchtet, nehmt ein Kajak oder SUP und fahrt ohne festen Plan die Küste entlang. Bucht für Bucht, von einem Pinienschatten zum nächsten - die Insel zeigt sich denen am schönsten, die sich nicht beeilen. Und wenn euer ganzer Tag nur aus Schwimmen, Trocknen in der Sonne und einer weiteren Rückkehr ins Meer besteht - dann reicht das. Mehr als genug. Hier verlangt das Meer keine grossen Gesten. Es bittet nur darum, dass ihr langsam kommt und ein wenig bleibt.